Willkommen zu meinem neuen Blog „Solidarische Landwirtschaft“
„Wer bietet mehr?“ bei SoLaWi Halle ist im Januar der Bettelbär los – er verfrühstückt die Wabe, hat ein giftgrünes, dickes Fell und nennt sich „Öko“-Kapitalismus —–>wrongkindofgreen.org
# SoLaWi-HALretten – Solidarische Landwirtschaft Halle an der Saale

Alle Jahre wieder im Januar geht der Bär durch den Bienenstock SoLaWi in Halle an der Saale. Er eignet sich tausende freiwillige Arbeitsstunden an, die in unserem eigentlich solidarisch gemeintem Gemüseanbau bei Landsberg und in der ökologischen DIY-Verteilung immer noch anfallen. Der Bär ist auch in diesem Januar wieder los. Er meint, ohne ihn könnten wir gar nicht Gemüseimkern 2020. Nur er hätte die feinen Finger, den honiggelben Daumen, mit dem er so effektvoll auf die Wachskonstruktion unserer Solidarität und Selbstorganisation bei der Gemüseverteilung zu drücken gelernt hat. Wenn wir ihn bitten, weniger zu drücken und uns mehr zu Wort kommen zu lassen, führt er einen wahnsinnigen Tanz auf. Er ist ein Tanzbär, sehr traurig. In seiner Kindheit hat man ihn auf Herdplatten gestellt und aufgedreht. Im preußischen Vorposten gegen Sachsen, Landsberg vor Halle, ist er auf seinen Geschmack gekommen. Zwischen Kraut- und Biojunkern von 2020 hat er sich 1812 ein Plätzchen zwischen den ehemaligen Schlosssitzen und Angriffskrieg-Garnisonen der preußischen Besatzer des Landsberg-Hügels im Lößmatsch vor Halle eingetanzt. Eine aggressive Provinzborniertheit und familiär verklemmter Sinn fürs Privateigentum lässt ihn nicht mehr ruhen. Eigentlich ein idealer Partner für die Ökoschickser und Ökoschicksen im neoliberalen Mietenspiegel-top-end Halle Paulusviertel und ihre Bio-Spleens.
Ja, aber ist wirklich alles was glänzt unter SoLaWi-Aktiven mit Stadtbindung Halle einfach nur Besserverdienen-Gold made in Paulusviertel, wie der Bär immer behauptet? „Die wollen nur ihr Luxuszeugs, pünktlich und ohne Fragen nach ihren sonstigen Verhältnissen. Die wollen eh nichts anderes als Ware. Dann fragen wir halt wieder diesen Januar: Wer bietet mehr?“ Kann diese Bärenliebe alles sein? Warum wird’s klebig und pampig, wo immer er hinlangt (längst nicht für alle mit so süßem Geschmack wie der Honigraub nahelegt)?
Hey, wir sind nicht die reichen, schicken! Wir sind alleinerziehend, studierend marginalisert, wir sind von Wohnungsrausschmisss bedroht und werden hier quartiermanagementmäßig eh bald rausgehübscht. Und trotzdem sind wir SoLaWi, machen Woche für Woche Arbeitsstunden, auch im Winter: die Feinverteilung mit bike-power hinzulegen, die nicht profit-orientierten Depot-Räume sauber und mietfrei bereitzustellen. Wir sind SoLaWi und wir sollen aus dem Projekt verschwinden? Moment, was könnte passieren? SoLaWi Halle könnte mit uns einfach mitgehen wenn wir rausmüssen, denn SoLaWi, das sind wir. Bärenstark? Nein, danke.
Abo-Streik bis die solidarische Solidarisch wird!

… wenn gutes Zureden bei der
Landsberger „kleinen Fieswirtschaft“
nicht mehr hilft:
wir zeigen ihnen
die rote
Karte
alle Kisten stehen still,
bis es wirklich besser
wird. Leg’ den Finger
auf jeden Posten der
Rechnung, prüfe genau,
Du musst sie bezahlen!
ABO-BOYKOTT, um das
wirklich Solidarische an
unserer sogenannten
solidarischen Landwirtschaft
(SoLaWi) für Halle zu retten
Über ein halbes Jahr haben eine Reihe von
uns Aktiven in SoLaWi Halle versucht, mit der Obercheckerfamilie, die
sich in Landsberg unser Projekt privat einzutüten versucht, in ein solidarisches Gespräch
zu kommen. Sie pfeifen auf unsere kostenlose Zuarbeit, sie pfeifen auf gegenseitige Solidarität, sie
sind sich selbst „erfolgreich genug“. „Hey, denk‘ Dir nur, sie haben eine Warteliste in Stellung. Wer nicht kuscht
in ihrem giftgrünen Familien-Profitkonzept fliegt raus. Und wer dabei das Maul nicht hält bekommt von Jelena polizeiliches
Hausverbot hinterhergeschmissen – mal eben so, auf Zuwachs und ohne Abstimmung im «Team».“
Solidarische Landwirtschaft wie sie 2019 in Landsberg gemanagt wurde ist weder irgendwie solidarisch noch wirklich Landwirtschaft. Schlechtes
Gemüse, zur Unzeit, zu wenig und das zu maßlos überteuerten Preisen. Eine kleine Clique bedient sich zu Sonderkonditionen und spielt
gegen die vielen, die sie erfolgreich zu Aussenseiter*innen abgestempeln können, die handgreiflichen Rausschmeißer. Außenseiter*innen sind wir alle für sie.
Sie lästern ab über uns in der Stadt, über das viele Geld von uns für ihre Schluderei, dass sie uns Jahr auf Jahr abgewinnen. Solidarisch haben immer die anderen
zu sein für sie? Schluss mit dem Label-Betrug – wir brauchen wirkliche solidarische Landwirtschaft (So!LaWi). Das heißt: Kein Abo mehr bis sie da ist.
Bio? – mio
per tutti
Sie machen den Laden dicht wie es ihnen passt. Gerade hatten wir 21 Tage Überraschungs-Lieferpause. Demnächst werden sie uns noch ihr alljährliches Fr ühlingsloch
reindrücken. Wozu was ausliefern, wenn die Leute auch so überweisen? Unsere jungunternehmerischen Do-it-yourself Manager pochen auf ihre privaten Besitzechte, ein
Partyraum auf 15.000 Quadratmetern. Da gehen jedes Jahr zu zehntausenden ungegossene Jungpflanzen auf den Kompost, da verrottet das Gemüse auf den Feldern,
lässt man sich von Fremdförderung ganze Parzellen mit Plastik auslegen, in den dann unter Dioxinentwicklung „Pflanz“löcher gekokelt werden. Pflanzzeitpunkte
verpennt? „Unsere Alten“ in Halle stellen uns für ne fünfstellige Summe Folientunnel hin, dass die Wochen Pflanzverzug durch Treibgemüsetechnik nicht so
auffallen. Brunnen schlecht bewirtschaftet? Nochmal ne fünfstellige Finzspritze gefällig, denn wir bohren einfach einen neuen daneben.
Die „Alten“ dürfen neben der Aushilfsfinanzier ung auch Aushilfsarbeiten leisten. Wenn mal wieder Urlaubsstimmung angesagt ist gerne
auch 14 Stunden am Tag. Bei einigen reicht ein Lohnversprechen, das ja dann nicht eingelöst zu werden braucht. Bei anderen geht der
Landsberger Unternehmertyp mit prekären hire-and-fire-Jobs ohne Sozialversicherung ins Gefecht. Monat für Monat wurden
2019 den unsolidarisch angestellten die Stundenzettel nach unten gefälscht, Woche für Woche verhindert, dass sich die
so um ihre Arbeitszeit gebrachten wenigstens in den letzten Minuten auf dem Feld etwas schießenden Salat
oder liegengebliebenen Fenchel mitnehmen dürfen. Das Gemüse ist Privateigentum der In-
Group. Der «Haupt»amtliche SoLaWi weiß genau, was für uns am besten ist.
alles für
alle!
Wir fordern:
1. Echtes Gehör für stadtgebundene
Teilnehmer*innen an der solidarischen
Landwirtschaft, echte Instrumente und
Garantien für unsere Interessen und eine relle
Teilhabe.. Wir lassen uns nicht länger mit hergeholten
„Daten“schutzvorwänden an der Verständigung über
unseren Anteil für das Gelingen der SoLaWi hindern!
2. Finanzielle Entschädigung und
Entschuldigung fürs Rausmobben bei Lukas, dem
Ideen-Geber, Sponsor und Initiator der SoLaWi in HAL.
3. Ende der
Arbeitslohnprellerei
und
Selbstbedienung
durch „Haupt“amtliche.
4. Wirklicher Ausstieg aus kapitalistischer
Gewinnmaximierung für wenige an der Spitze. Es
ist genug für alle da… aber nicht genug für die Gier
der wenigen tonangebenden Selbstbediener. Es gibt
viele Lebensmittel vor der Landsberger Kistenabfertigung,
weniges davon wird verwendet, das wenigste
für die, die es am dringendsten brauchen. Den
Gewinnmaximierern ist lieber, das Zeug verkommt
auf dem Acker als es geht ins food-sharing in der
Stadt, nur zahlende Abnehmer sind für die giftgrünen
Unternehmer ernstzunehmende player. In Hamburg
wurde die Initiative „Bio für Bettler“ gestartet mit dem
sinnvollen Anliegen, dass kaum jemand dringender
hochwertige Bio-Lebensmittel braucht als Obdachlose,
Alleinerziehende und wirtschaftlich von Ausgrenzung
bedrohte, „So“LaWi Halle hat den Spieß umgedreht
und macht daraus „Biowaren-Unternehmer auf Betteltour,
wer bietet mehr?“ Aber ist es wirklich Bio was da
hergestellt wird? Zertifizierbar ist es jedenfalls nicht.
Und muss Natur erst zur Ware werden, bevor sie in die
Stadt darf?.
Schluss mit der achtlosen Jungpflanzen-,
Wasser- und Investitionsmittelverschwendung in
Landsberg
O-Ton-Daniel: ich habe eine Warteliste, unser
Unternehmens(!)konzept ist erfolgreich, da muss nichts
geändert werden. Wem es nicht passt, der kann gehen.
(tun wir auch ganz brav… aber So!LaWi Halle
geht halt mit uns… denn das Projekt sind wir!)
–
5. Endlich ehr liches Bemühen um wirklich
ökologische Anbau- und Ver triebsverhältnisse,
Schluss mit dem planmäßigen Raubbau am
Humusfonds, an der Bodenstrukturqualität
Alles was oben
ist bekommt Zuwendung
und Respekt von den
„Haupt“amtlichen in
Landsberg: der örtliche
Gutsbesitzer, der Kirchenchef
und Immobilienmonopolist,
die staatlichen Stellen,
witzigerweise auch die
hochgebundenen Gurken und
Tomaten… aber da verließen
sie sie auch schon. Was am
Boden ist, wird mit
Füßen getreten: angelieferte
Jungpflanzen zu zehntausenden…
und leider
auch Menschen, die nicht zu
den selbsterklärten Checkern
gehören im Profitbetrieb.
Der Boden wird mit Füßen
getreten, der Wasser- und
Humusfonds systematisch
runtergewirtschaftet und so
die Nitratdusche für das
Treibgemüse realisiert, keine
tolle Qualität, mit Wasser und
Nitratmineralisierungsschüben
aufgeblasene, schlecht
angewachsene Jungpfanzen
aus Fremddkäufen quer
durch die Republik. Achtlos
geraten diese Jungpflanzen
mit oft wochenlanger
Verspätung in schlecht
vorbereitete Beete… oder
direkt auf den Kompost,
zahlen ja die städtisch
gebundenen SoLaWi-Teilnehmerinnen.
Bei der schlechten
Pflanztechnik und nachlässigen
Behandlung von
Pflanzenfremdbestellungen
ist es ein Wunder, dass die
auf den Landsberger Acker
gestellten Vorleistungen von
Aussen überhaupt größer
werden; werden sie ja auch
nur mehr schlecht als recht,
die Ernteperioden sind um
Wochen bis Monate zu spät.
Resultate aus den Kultuen
wie Mais oder die großen
Kürbisanlagen sind in den
Kisten sozusagen nie zu
finden/ gehen nur in die
Selbstbedienung der Hauptamtlichen.
Wir aber wollen: Gutes Biozeugs für alle!
SoLaWi-INSTRUMENTE NICHT ZUR
BEREICHERUNG UND SELBSTBEDIENUNG
VON WENIGEN,
SONDERN FÜR DAS WOHL ALLER.
Wir geben diese gute Idee nicht her, wir
kämpfen für eine gerechte und wirklich
ökologische solidarische Landwirtschaft, die
diesen Namen verdient.
Mituntezeichner*innen,
s. laufende Ergänzungen auf unserer Website
SoLaWiHalleRETTEN.blogsort.org #SoLaWi-HALretten
v.i.S.d.P.: Dr. Ing. agrar Martin Krämer,
mit 2019 insg. 200 unentgeltlichen Arbeitsstunden für
SoLaWi Halle unbeirrt weiter mit von der Partie, nach
Ackerrauschmiss(-: jetzt als freiwilliger Depotaufräumer
Süd Adresse:.c/o Wadenpohl, Jacobstr. 1,
06110 Halle, Tel.: 0345 – 691 52 672

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